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Kino im Theaterzelt - das besondere Kinoerlebnis

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Neues vom Gemeindeschreiber ... Josef-Seliger-Straße von Hans-Benno Hauf

Josef Seliger, geboren am 16. Februar 1870 in Schönborn bei Reichenberg, gestorben am 18. Oktober 1920 in Teplitz-Schönau, Böhmen, war Textilarbeiter und schloss sich in jungen Jahren der Arbeiterbewegung Böhmens an. Er war 1894 Redakteur der Teplitzer Volksstimme. Auf dem historischen Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie im Jahre 1899 in Brünn erläuterte Seliger als Referent des Parteivorstands das auf dem Parteitag verabschiedete Brünner Nationalitätenprogramm. 1907 und 1911 wurde er in das Abgeordnetenhaus des österreichischen Reichsrats gewählt.

Als deutscher Abgeordneter gehörte er 1918/1919 der Provisorischen Nationalversammlung Deutschösterreichs an. Als er auf Grund des Vertrages von St. Germain, der seine Heimat definitiv der Tschechoslowakei zuschlug, 1919 aus dem Wiener Parlament ausscheiden musste, wurde er zum ersten Vorsitzenden der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP) gewählt. 1920 wurde er Abgeordneter der Nationalversammlung in Prag sowie Vorsitzender des Abgeordnetenclubs der Sozialdemokratischen Partei. Josef Seliger verfügte über eine Ausstrahlung, die ihn zum unbestrittenen Vorsitzenden der DSAP werden ließ.

Sein Tod im Alter von 50 Jahren nur wenige Tage nach dem zweiten Parteitag, der 1920 in Karlsbad stattfand, bedeutete für die Partei einen schweren Verlust. In Anerkennung seiner Verdienste um die Sozialdemokratie und seiner Bemühungen um die Aussöhnung der verschiedenen Volksgruppen in seiner Heimat wurde 1951 die Seliger-Gemeinde (Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten) gegründet. Sie bewahrt sein geistiges Erbe und entwickelt es weiter.

Quellen: Internet a. a. O.

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