

Sicherungsschnitt an den Trauerweiden am Ginsheimer Altrheinufer
Die beiden großen Trauerweiden am Ginsheimer Altrheinufer werden in Kürze stark zurückgeschnitten. Dies entschied das Umweltbüro der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg nach einem Gutachten, das die Gemeindeverwaltung bei einem Sachverständigenbüro in Auftrag gegeben hatte. Nach diesem Gutachten sind die Weiden nicht mehr sicher und es muss von einer erhöhten Bruchgefahr ausgegangen werden.
Daher soll nun auf Empfehlung des Sachverständigen ein Kronensicherungsschnitt durchgeführt werden. Die Baumkrone wird dabei um mehr als die Hälfte gekürzt. Auf diese Weise wird dem Sicherheitsaspekt Rechnung getragen und die Fällung der Weiden vermieden.
Die Gutachten erstellte ein Sachverständigenbüro anhand von Untersuchungen, die sie an den Bäumen mit einem Computertomographen, der mittels Schallwellen die inneren Stammstrukturen abbildete, vornahm.
Das Ergebnis des Gutachtens zeigte, dass über die Hälfte der Holzsubstanz in statisch wichtigen Partien der Bäume bereits abgebaut ist. Außerdem sind die Weiden von einem starken Pilzbefall betroffen. Auch Insekten belasten das ohnehin geschwächte Holz durch ihre Fraßgänge. Zusätzlich weisen die Bäume morsche Stellen und Risse auf, die den schlechten Zustand der Weiden unterstreichen.
Zwar sind die Weiden stark beeinträchtigt, jedoch haben sie eine hohe Lebenskraft. Sie setzen all ihre Kräfte dem Abbau entgegen und erstrahlen in der Vegetationszeit, der Zeit in der die Bäume wachsen, immer wieder in üppigem Grün. Außerdem ist die Standsicherheit der Stämme nach wie vor gewährleistet. Daher hat sich die Gemeindeverwaltung auf den Rückschnitt verständigt.
Zwar hat das Umweltbüro der Gemeinde schon öfter ähnlich intensive Pflegemaßnahmen veranlassen müssen. Diesmal wird sich das Erscheinungsbild der Weiden jedoch grundlegend verändern.
Trotz dieses Rückschnitts hoffen jedoch die Mitarbeiter vom Umweltbüro, dass die Weiden weiterhin ihren prägnanten Charakter am Ginsheimer Altrheinufer behalten.