Schriftzug der Gemeinde

Aktuelles

Gemeindevorstand empfiehlt Übertragung der Sozialstation an das Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim

Der Betrieb der Sozialstation in Ginsheim-Gustavsburg soll von dem
Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim (GPR) übernommen werden. Über diese Vorlage werden der Sport-, Jugend- und Sozialausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss in einer Sondersitzung am 7. Februar gemeinsam beraten.

Mit dem Vorhaben soll ein weiterer Baustein aus dem Haushaltskonsolidierungsprogramm, das im Jahr 2007 auf den Weg gebracht wurde, umgesetzt werden. Die Gemeindeverwaltung erhielt damals, nach einstimmigem Beschluss der Gemeindevertretung, den Auftrag zu prüfen, ob und an welchen Betreiber ambulanter Pflegeeinrichtungen der Betrieb der Sozialstation über-geben werden kann. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass die Sozialstation aufgrund des begrenzten Einzugsbereichs, der bestehenden Abrechnungsmodalitäten mit den Krankenkassen und des sich daraus ergebenden eingeschränkten Geschäftsvolumens wirt-schaftlich nicht erfolgreich arbeiten kann.

„Bereits Ende der 90er Jahre hat es Bestrebungen gegeben, eine
gemeinsame Sozialstation mit der Nachbargemeinde Bischofsheim zu
betreiben“, so von Neumann. Dazu sei es jedoch schließlich nicht
gekommen, weil die Gemeinde Bischofsheim sich für einen anderen Träger entschieden hatte.

Bei den aktuellen Gesprächen mit potenziellen Partnern für die
Sozialstation in Ginsheim-Gustavsburg habe die Gemeinde deutlich
gemacht, dass es ihr vor allem darauf ankomme, die Versorgung
Pflegebedürftiger dauerhaft und in hoher Qualität zu sichern. Um dies zu gewährleisten, sei es wichtig, die Aufgaben der Sozialstation an einen leistungsfähigen Träger zu übertragen. „Der neue Leistungserbringer muss sicherstellen können, dass er über ausreichendes und qualifiziertes Fachpersonal zurückgreifen kann, sowohl im Hinblick auf die Pflegedienstleistungen wie auch im Bereich der Verwaltung und Koordination“, macht von Neumann deutlich. Dabei lege er großen Wert auf die Tariftreue. Die bisher bei der Sozialstation der Gemeinde beschäftigten Mitarbeiterinnen sollen ohne irgendeinen Verzicht auf die tariflich erworbenen Ansprüche übernommen werden, so der Bürgermeister. Der neue Träger sollte die Übernahme wenn möglich bis zum 1. Juli dieses Jahres realisieren.

Nachdem die einzelnen Leistungen der verschiedenen Anbieter im näheren Umkreis in den letzten Monaten genau unter die Lupe genommen wurden, hat die Verwaltung fünf Organisationen um ein Angebot gebeten. Drei von ihnen haben schließlich eine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme der Sozial-station signalisiert. Nach Auswertung der Leistungspakete empfiehlt die Verwaltung nun eine Übernahme durch das Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim (GPR).

Das GPR sei ein anerkannter, zertifizierter Träger, der bereits in der
Nachbarstadt Rüsselsheim, auch in Bauschheim, seine Dienstleistungen
anbietet. Auch die Stadt Raunheim habe ihre Sozialstation im letzten
Jahr an das GPR übertragen und dabei sehr positive Erfahrungen gemacht. Es handele sich also um eine erfahrene Institution mit guten Referenzen, die ihre Leistungen zudem wohnortnah erbringen kann. Mit dem GPR, das aus dem Rüsselsheimer Klinikum, dem ambulanten Pflegeteam und der Seniorenresidenz bestehe, könne das bisherige Versorgungspaket in der Gemeinde sogar noch ausgeweitet werden. Durch die direkte Verbindung zum Krankenhaus können die Patienten von ihrem stationären Klinikaufenthalt optimal zur anschließenden häuslichen Pflege übergeleitet werden. Die Pflegedienstleistungen des GPR werden in einem 24-Stunden-Service angeboten.

Das GPR habe seine generelle Bereitschaft erklärt, auch in Ginsheim-Gustavsburg tätig zu werden. Das vorhandene Pflegepersonal der Sozialstation will es vollständig übernehmen und auch weitgehend in
Ginsheim-Gustavsburg einsetzen. „Die Gemeinde sieht damit die häusliche Pflege in einem immer komplexer werdenden Gesundheitswesen dauerhaft gesichert“, sagte von Neumann. Ein positiver Nebeneffekt sei auch, dass mit der Übertragung an das GPR ein weiterer Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Rüsselsheim erfolgen würde. Bürgermeister von Neumann hofft, dass die Gemeindevertretung eine zeitnahe Entscheidung trifft, damit die pflegebedürftigen Menschen in der Gemeinde die Gewissheit haben, auch zukünftig gut versorgt zu werden.

zum Seitenanfang |

Zusatzinformation

« Aktuelles