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MÜLLGEBÜHREN IN DER GEMEINDE
(14.12.2006) Aufgrund der in den letzten beiden Jahren gestiegenen Entsorgungskosten für Haus- und Sperrmüll ist die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg gezwungen, die Müllgebühren zum 1. Januar nächsten Jahres deutlich anzuheben. Eine Übersicht über die Tarife wird zusammen mit dem Abfallkalender in den nächsten Tagen an alle Haushalte verteilt.
Der Grund für die bevorstehende Erhöhung liegt darin, dass die Riedwerke des Kreises Groß-Gerau den Preis, der von den Kommunen für die Entsorgung zu entrichten ist, um rund 50 Prozent anheben musste. Dieser Preiserhöhung kann sich die Gemeinde nicht entziehen, da sie gesetzlich gezwungen ist, dem Kreis Groß-Gerau die Abfälle zur Entsorgung zu überlassen.
Ausgelöst wurde die Erhöhung letztendlich dadurch, dass das Bundesumweltministerium beschlossen hat, bis zum Jahr 2005 von der Deponieentsorgung zur Abfallverbrennung umzusteigen. Der Kreis Groß-Gerau ist bereits im Jahr 1998 in die Abfallverbrennung eingestiegen. Die hochmoderne Deponie in Büttelborn ist aber weiterhin genutzt worden, so dass nach wie vor Unterhaltungskosten für die Deponie anfielen. Außerdem müssen hohe Rücklagen für die spätere Schließung und Rekultivierung gebildet werden.
"Auch wenn ein Anstieg der Müllgebühren sicher alles andere als erfreulich ist, so ist doch festzustellen, dass die Erhöhung auf derzeit äußerst niedrigem Gebührenniveau erfolgt", sagte Bürgermeister Richard von Neumann. Die Abfallgebühren in Ginsheim-Gustavsburg können auch nach der Erhöhung einem Preis-Leistungs-Vergleich mit Kommunen innerhalb und außerhalb des Kreises Groß-Gerau standhalten. So gehöre die Gemeinde zu den wenigen Kommunen, die für kleine Ein- bis Vier-Personen-Haushalte noch preiswerte 60- und 80-Liter-Tonnen anbieten. Für den Preis von rund 15 Euro im Monat erhalten die Bürger acht Entleerungen der Behälter, Bereitstellung von drei Mülltonnen, Mülltonnentausch, Abfuhr von Sperrmüll und Elektroschrott, Nutzung des Recyclinghofes, kostenlose Sondermüllabgabe, qualifizierte Abfallberatung und einiges mehr.
Nicht zuletzt durch günstige Abfuhrverträge und konsequente Getrenntsammlung habe die Abfallwirtschaft der Gemeinde in den neunziger Jahren und danach bis zum Jahre 2001 eine hohe Rücklage erwirtschaften können, mit der Folge, dass die Gebühren in den Jahren 2002 und 2004 um insgesamt 21,5 Prozent gesenkt worden seien. Ginsheim-Gustavsburg habe damit die niedrigsten Gebühren im Landkreis aufgewiesen.
Die Gemeinde werde auch in Zukunft mit den Gebühren sehr sparsam wirtschaften und das gute Leistungsniveau sowie die hohen Umweltstandards halten, kündigte von Neumann an. Etwaige Einnahmeüberschüsse, die aus Einsparungen oder aus dem Rückgang der Abfallmengen entstehen können, werden als Rücklage dem Gebührenzahler früher oder später zugute kommen. zum Seitenanfang |
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