Aktuelles

Hausnotrufsysteme unterstützen selbständiges Leben im Alter

(20.09.06) Familie O. möchte mit den Kindern in Urlaub fahren. Aber das ist nicht so einfach. Herrn O.‘s Mutter ist nämlich im Frühjahr gestorben, und seitdem besuchen sie den Opa - wie ihn alle nennen - täglich in seinem Haus einige Straßen weiter. Der 79-Jährige, kommt inzwischen ganz gut mit dem Haushalt zurecht. Auch gesundheitlich hat er trotz der fünf Jahre zurückliegenden Unterschenkelamputation keine akuten Beschwerden. Aber man weiß ja nie! Gerade stand wieder in der Zeitung, dass eine alte Dame, die in ihrer Wohnung gestürzt war, erst nach Tagen gefunden wurde. Zwei Vorschläge des Familienrates zur Lösung des Problems hat O Senior schon abgelehnt: Mit auf die Reise zu gehen ist ihm zu anstrengend, und auch der Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege kommt für ihn nicht in Frage. Als die Beraterin von WABe - der Wohnungsanpassungsberatung im Kreis Groß-Gerau - im Haus ist, um die Möglichkeiten einer barrierefreien Umgestaltung zu prüfen, spricht Herr O. das Problem an und bekommt einen wertvollen Hinweis: Mit einem Hausnotruf kann man über die Telefonleitung eine Verbindung zu einem zentralen Dienst herstellen. Ein sogenannter Funkfinger, der um den Hals oder wie eine Armbanduhr getragen wird, gestattet es sogar, von jedem Ort in der Wohnung die Zentrale zu alarmieren. Sollte also etwas passieren, wäre verlässlich und schnell für Hilfe gesorgt. Familie O. wird sich jetzt bei der Beratungs- und Koordinierungsstelle nach Anbietern von Hausnotrufsystemen in der Gemeinde erkundigen, um Leistungen und Preise zu vergleichen. Eins steht jedenfalls schon fest: Der Hausnotruf wird auch nach dem Urlaub für mehr Sicherheit sorgen und damit zu einem weiterhin guten Verhältnis der Generationen beitragen.

Informationen sind im Seniorenbüro der Gemeinde, Tel.: 06144/20-154, zu erhalten.