

(26.04.2006) In einem Pressegespräch in der Albert-Schweitzer-Schule in Ginsheim informierten Rektor Peter Hartwig (Bild: rechts) und die Leiterin der Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt", Marita Steimmel (Bild: links), über die gemeinsame Teilnahme an der Erprobung des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans.

Der Bildungs- und Erziehungsplan wurde im Auftrag des Landes Hessen in Anlehnung an den bayrischen Bildungsplan entwickelt. Neu ist insbesondere die stärkere Verzahnung von Bildungsorten, welche die Altersspanne von 0 bis 10 Jahren umfasst. Die ersten zehn Lebensjahre werden als lernintensivste und entwicklungsreichste Phase hervorgehoben.
Geradezu als ideal sahen die Leiter der beiden Einrichtungen die Voraussetzungen an, sich gemeinschaftlich diesem Projekt zu widmen, denn schon seit einigen Jahren haben Hartwig und Steimmel entsprechende Vorhaben erfolgreich angestoßen und umgesetzt. Auch mit den anderen Kindertagesstätten sei die Zusammenarbeit sehr gut, betonte Hartwig. Ein enger Kontakt zu den Kindergärten sei ihm von Anfang an wichtig gewesen, sagte er. Die Verbindung zur "Villa Kunterbunt" sei durch die Betreuung von Schulkindern in der Kita besonders ausgeprägt. Im Auftrag des Landes Hessen konnte man sich Mitte 2005 über das Kultus- und Sozialministerium für die Erprobung des Bildungs- und Erziehungsplanes bewerben. Die beiden Ginsheimer Institutionen erhofften sich dadurch nicht zuletzt eine wissenschaftliche Begleitung. Dazu zählt auch die Schulung der Leitungskräfte. Kernaussagen des Bildungsplans sind: Das Kind ist "Konstrukteur seiner Entwicklung", wobei es vom Erwachsenen begleitet wird. Die Fachkräfte in der Kindertagesstätte sollen an den Kompetenzen der Kinder anknüpfen. Steimmel nannte als weiteres Ziel des Erziehungs- und Bildungsplanes, dass die Kinder in Zukunft noch mehr in Entscheidungsprozesse eingebunden werden sollen. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern sei dabei wichtig.
Die Teilnahme an der Erprobung gibt uns "Impulse für die eigene Arbeit", sagte Rektor Hartwig. Aufbauend auf die gute Vorarbeit, die in eigener Mission sowohl von Seiten der Kindertagesstätte als auch von der Grundschule bisher geleistet wurde, werde die Kooperation jetzt weiter verstärkt um den Übergang von der Kita zur Grundschule damit zu erleichtern. Ab 2007 wird der Bildungsplan für alle Einrichtungen in Hessen verpflichtend. Das Ginsheimer "Tandem" hat dann allerdings schon einen deutlichen Vorsprung, was die bis dahin gesammelten Erfahrungen betrifft.