(23.03.2006) Der vorläufige Ergebnishaushalt 2005 der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg hat mit einem Überschuss von rund 1,5 Millionen Euro abgeschlossen. Diese erfreuliche Nachricht konnte Bürgermeister Richard von Neumann anlässlich der Sitzung des Gemeindevorstandes am vergangenen Mittwoch verkünden. Ursprünglich sahen die Planungen ein Jahresdefizit von etwa 1,7 Millionen Euro vor.
Der Grund dieses unerwartet positiven Ergebnisses liegt vor allem darin, dass die Gewerbesteuererträge deutlich höher ausgefallen sind als vorhergesehen, sagte von Neumann. Damit werde deutlich, dass die Entscheidung, im Weiherfeld ein modernes und attraktives Gewerbegebiet einzurichten, zukunftsweisend und richtig war. Auch das neue Gewerbegebiet "Am Mainspitzdreieck" werde langfristig wirtschaftliche Vorteile bringen.
Als sinnvoll habe sich deshalb auch die Maßnahme herausgestellt, in der Gemeinde mit der Stelle Wirtschaftsförderung eine Anlaufstelle für Unternehmen einzurichten. Die Dienstleistungen, welche die Gemeinde gegenüber dem angesiedelten Gewerbe erbringt, werden gerade bei der aktuellen, wirtschaftlichen Lage von vielen Betrieben gerne angenommen, so der Bürgermeister. "Es bleibt zu hoffen, dass sich die Geschäftslage der Unternehmen in Ginsheim-Gustavsburg auch im laufenden Jahr positiv entwickelt und die Gewerbesteuereinnahmen zumindest auf dem bestehenden Niveau gehalten werden können", sagte er.
Das Haushaltsergebnis zeige darüber hinaus, dass die Verwaltung im vergangenen Jahr sehr sparsam gewirtschaftet hat. Vor allem die Aufwendungen für Personal seien 2005 geringer gewesen als geplant. Aber auch bei den Sachausgaben und Gebäudekosten habe die Gemeinde eingespart.
Insgesamt dürfe dieses positive Ergebnis jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Finanzlage der Kommunen generell sehr angespannt sei, betonte von Neumann. Die Gemeinde werde ihren bereits in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg, nämlich neue Schulden zu vermeiden, konsequent weiter beschreiten. Dieses Haltung habe bisher dazu geführt, dass die Gemeinde ohne Neuverschuldung auskommt und sogar einen Teil ihrer Schulden abbauen konnte, was letztlich den künftigen Generationen zugute komme.